Thursday, December 9, 2010

German Evangelical Daily Readings For Thursday, 9 December

From:  http://www.evangeliumtagfuertag.org/

EVANGELIUM TAG FÜR TAG


«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68







Donnerstag, 09 Dezember 2010



Donnerstag der 2. Adventswoche



Die Kirche gedenkt : Hl. Hanna



Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :

Sel. Guerricus von Igny : „Ein Mann rang mit Jakob, bis die Morgenröte aufstieg..., und Jakob sagte zu ihm: 'Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest'“ (Gen 32,25.27).

Donnerstag der 2. Adventswoche : Mt 11,11-15


Kommentar des heutigen Evangeliums

Sel. Guerricus von Igny (um 1080-1157), Zisterzienserabt

2. Predigt über den hl. Johannes den Täufer



„Ein Mann rang mit Jakob, bis die Morgenröte aufstieg..., und Jakob sagte zu ihm: 'Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest'“ (Gen 32,25.27).



Für euch, Brüder, die ihr den Himmel erstürmen wollt und im Kampf liegt mit dem Engel, der den Auftrag hat, den Zugang zum Baum des Lebens zu bewachen (Gen 3,24): für euch ist es absolut notwendig, ausdauernd und hartnäckig zu kämpfen... nicht nur, bis euer Hüftgelenk sich ausrenkt..., sondern bis euer fleischliches Sein endet. Das kann eurer Askese aber nur gelingen, wenn die Kraft Gottes euch berührt und euch den Gefallen erweist...

Hast du nicht den Eindruck, dass du mit dem Engel, oder vielmehr mit Gott selbst kämpfst, wenn er sich tagtäglich deinem ungestümen Wünschen in den Weg stellt?... Du schreist, und er hört dich nicht. Du willst dich ihm nahen, und er stößt dich zurück. Du triffst eine Entscheidung, und er bewirkt das Gegenteil. So kämpft er mit dir auf nahezu allen Ebenen in roher Manier. O du verborgene Güte, in Härte verhüllt, kämpfst du voller Zärtlichkeit mit denen, für die du kämpfst! Vergeblich „verbirgst du es in deinem Herzen“: „ich weiß sehr wohl, dass du alle liebst, die dich lieben“, und dass „die Güte, die du bereithältst für alle, die dich fürchten“, grenzenlos ist (Ijob 10,13; Spr 8,17; Ps 31 20).

Verzweifle also nicht, Bruder, der du angetreten bist, mit Gott zu kämpfen, geh' es mutig an! In Wirklichkeit hat er es gern, wenn du ihm Gewalt antust; er verlangt danach, dass du ihn besiegst. Selbst wenn er erzürnt ist und den Arm hebt um zuzuschlagen, sucht er dazu nach eigenen Worten einen Mann wie Mose, der ihm die Stirn zu bieten weiß... Jeremia hat ernsthaft versucht, ihm zu widerstehen, hat aber seinem unerbittlichen Zorn, seinem unbeugsamen Entschluss nicht Einhalt gebieten können. Daher ist er in Tränen ausgebrochen und hat gerufen: „Herr, du hast mich gepackt und überwältigt“ (20,7).





Buch Jesaja 41,13-20.



Du wirst sie suchen, aber nicht mehr finden, die Männer, die mit dir zanken. Sie werden zunichte und finden ihr Ende, die Männer, die dich bekriegen. Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht, du armer Wurm Jakob, du Würmlein Israel! Ich selber werde dir helfen - Spruch des Herrn. Der Heilige Israels löst dich aus. Zu einem Dreschschlitten mache ich dich, zu einem neuen Schlitten mit vielen Schneiden. Berge wirst du dreschen und sie zermalmen, und Hügel machst du zu Spreu. Du worfelst sie, und es verweht sie der Wind, es zerstreut sie der Sturm. Du aber jubelst über den Herrn, du rühmst dich des Heiligen Israels. Die Elenden und Armen suchen Wasser, doch es ist keines da; ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der Herr, will sie erhören, ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht. Auf den kahlen Hügeln lasse ich Ströme hervorbrechen und Quellen inmitten der Täler. Ich mache die Wüste zum Teich und das ausgetrocknete Land zur Oase. In der Wüste pflanze ich Zedern, Akazien, Ölbäume und Myrten. In der Steppe setze ich Zypressen, Platanen und auch Eschen.



Psalm 145,1.9.10-11.12-13.



[Ein Loblied Davids.] Ich will dich rühmen, mein Gott und König, und deinen Namen preisen immer und ewig;

Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke und deine Frommen dich preisen.

Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, sollen sprechen von deiner Macht,

den Menschen deine machtvollen Taten verkünden und den herrlichen Glanz deines Königtums.

Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten, deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht. [Der Herr ist treu in all seinen Worten, voll Huld in all seinen Taten]





Evangelium nach Matthäus 11,11-15.



Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich. Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz (über diese Dinge) geweissagt. Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. Wer Ohren hat, der höre!



Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel







Kommentar des heutigen Evangeliums :



Sel. Guerricus von Igny (um 1080-1157), Zisterzienserabt

2. Predigt über den hl. Johannes den Täufer





„Ein Mann rang mit Jakob, bis die Morgenröte aufstieg..., und Jakob sagte zu ihm: 'Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest'“ (Gen 32,25.27).





Für euch, Brüder, die ihr den Himmel erstürmen wollt und im Kampf liegt mit dem Engel, der den Auftrag hat, den Zugang zum Baum des Lebens zu bewachen (Gen 3,24): für euch ist es absolut notwendig, ausdauernd und hartnäckig zu kämpfen... nicht nur, bis euer Hüftgelenk sich ausrenkt..., sondern bis euer fleischliches Sein endet. Das kann eurer Askese aber nur gelingen, wenn die Kraft Gottes euch berührt und euch den Gefallen erweist...

Hast du nicht den Eindruck, dass du mit dem Engel, oder vielmehr mit Gott selbst kämpfst, wenn er sich tagtäglich deinem ungestümen Wünschen in den Weg stellt?... Du schreist, und er hört dich nicht. Du willst dich ihm nahen, und er stößt dich zurück. Du triffst eine Entscheidung, und er bewirkt das Gegenteil. So kämpft er mit dir auf nahezu allen Ebenen in roher Manier. O du verborgene Güte, in Härte verhüllt, kämpfst du voller Zärtlichkeit mit denen, für die du kämpfst! Vergeblich „verbirgst du es in deinem Herzen“: „ich weiß sehr wohl, dass du alle liebst, die dich lieben“, und dass „die Güte, die du bereithältst für alle, die dich fürchten“, grenzenlos ist (Ijob 10,13; Spr 8,17; Ps 31 20).

Verzweifle also nicht, Bruder, der du angetreten bist, mit Gott zu kämpfen, geh' es mutig an! In Wirklichkeit hat er es gern, wenn du ihm Gewalt antust; er verlangt danach, dass du ihn besiegst. Selbst wenn er erzürnt ist und den Arm hebt um zuzuschlagen, sucht er dazu nach eigenen Worten einen Mann wie Mose, der ihm die Stirn zu bieten weiß... Jeremia hat ernsthaft versucht, ihm zu widerstehen, hat aber seinem unerbittlichen Zorn, seinem unbeugsamen Entschluss nicht Einhalt gebieten können. Daher ist er in Tränen ausgebrochen und hat gerufen: „Herr, du hast mich gepackt und überwältigt“ (20,7).

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