EVANGELIUM TAG FÜR TAG
«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68
Mittwoch, 22 Dezember 2010
Mittwoch der 4. Adventswoche
Heute: « O König der Völker »
Mittwoch, 22 Dezember 2010
« O König der Völker »
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Vorbereitung auf Weihnachten – die O-Antiphonen
« O König der Völker »
Weihnachten naht. Wir wissen, dass derjenige, der in Bethlehem geboren wird und den die Weisen anbeten werden, der «König der Völker» sein wird, auch jener, die ihn nicht kennen. Wir wissen aber auch, dass Er uns die Verantwortung der Verkündigung anvertrauen wird, Er, der der «Eckstein der Kirche ist». An diesem vor-Vorabend gedenken wir der Geschichte unseres Heiles und bitten ihn: «Komm den Menschen retten, den Du aus dem Staub der Erde geschaffen hast».
« O König der Völker, den sie alle ersehnen. Du Eckstein, der das Getrennte eint. Komm, o Herr, und befreie den Menschen, den du aus Erde erschaffen hast. »
Die Kirche gedenkt : Hl. Bertheid, Hl. Jutta
Mittwoch, 22 Dezember 2010
Hl. Bertheid
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Bertheid
Bertheid war eine Schwester von Bischof Hermann I. von Münster. Dieser gründete die Liebfrauenpfarrei und gliederte ihr ein Kanonissenstift an, das unter der Leitung von Bertheid eine Ausbildungsstätte für adlige Frauen wurde. Sie starb im Ruf der Heiligkeit.
http://www.heiligenlexikon.de/
©Evangelizo.org 2001-2010
Mittwoch, 22 Dezember 2010
Hl. Jutta
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Jutta
Jutta gründete 1106 auf dem Disibodenberg eine Klause, in der sie bis zu ihrem Tod eingeschlossen lebte. Ihr Ruf als Ratgeberin und Lehrerin verbreitete sich rasch, es wuchs ein Nonnenkloster neben ihrer Klause, das Jutta leitete. Berühmt wurde ihre Schülerin und spätere Nachfolgerin als Äbtissin Hildegard von Bingen.
Hildegard berichtet in ihrer 1180 aufgezeichneten Biografie von zahlreichen Wundern am Grab von Jutta. Das Grab war lange eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte.
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Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :
Ludolf von Sachsen : „Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut“ (Lk 1,48)
Mittwoch der 4. Adventswoche : Lc 1,46-56
Kommentar des heutigen Evangeliums
Ludolf von Sachsen (um 1300-1378), Dominikaner, dann Kartäuser in Straßburg
Das Leben Jesu Christi
„Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut“ (Lk 1,48)
Die Empfängnis unseres Herrn hat ihre Abbildung gefunden im brennenden Dornbusch, der brannte, ohne zu verbrennen (Ex 3,2). Denn ohne ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, empfing Maria ihren göttlichen Sohn. Der Herr, der im brennenden Dornbusch war, wohnte auch im Schoß Mariens. Er war in den Dornbusch herabgestiegen, um die Juden zu befreien und sie aus Ägypten herauszuholen. So ist er auch in Maria herabgestiegen, um die Menschen freizukaufen und sie der Hölle zu entreißen.
Gott hat, um unser Fleisch anzunehmen, unter allen Frauen Maria auserwählt. Dies findet seine Abbildung in der frisch geschorenen Wolle Gideons (Ri 6,36f). Wie nur diese Wolle vom himmlischen Tau getränkt wurde und alles umliegende Land trocken blieb, so wurde auch allein Maria mit göttlichem Tau erfüllt, dessen sonst kein anderes Wesen auf der Welt für würdig befunden wurde... Die Jungfrau Maria ist dieses Vlies, aus dem sich Jesus eine Tunika geschaffen hat. Gideons Vlies nahm den Tau des Himmels auf, ohne Schaden zu leiden, und Maria empfing den Menschensohn, ohne dass ihre Jungfräulichkeit dadurch beeinträchtig worden wäre...
O Jesus, Sohn des lebendigen Gottes, nach dem Willen des himmlischen Vaters bist du, unter Mitwirkung des Heiligen Geistes, herausgetreten aus dem Schoß des Vaters, wie der Fluss, der lautlos aus dem Paradies der Freuden hervorquillt. Du hast die Tiefen unserer Täler geschaut, du hast die Niedrigkeit deiner Magd gesehen, du bist hinabgestiegen in den Schoß einer Jungfrau und hast dort in einer Empfängnis, die sich dem beschreibenden Wort entzieht, menschliches Fleisch angenommen. Ich flehe dich an, barmherziger Jesus: Gieße, um der Verdienste der Jungfrau willen, die deine Mutter ist, deine Gnade aus über mich unwürdigen Diener, damit ich mich glühend nach dir sehne, in dieser Liebe dich in mein Herz aufnehme und dank dieser Gnade in guten Werken Früchte des Heils hervorbringe. Amen.
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Erste Buch des Samuel 1,24-28.
Als sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit hinauf, dazu einen dreijährigen Stier, ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein. So brachte sie ihn zum Haus des Herrn in Schilo; der Knabe aber war damals noch sehr jung. Als sie den Stier geschlachtet hatten, brachten sie den Knaben zu Eli, und Hanna sagte: Bitte, mein Herr, so wahr du lebst, mein Herr, ich bin die Frau, die damals neben dir stand, um zum Herrn zu beten. Ich habe um diesen Knaben gebetet, und der Herr hat mir die Bitte erfüllt, die ich an ihn gerichtet habe. Darum lasse ich ihn auch vom Herrn zurückfordern. Er soll für sein ganzes Leben ein vom Herrn Zurückgeforderter sein. Und sie beteten dort den Herrn an.
1 Sam. 2,1.4-5.6-7.8.
Hanna betete. Sie sagte: Mein Herz ist voll Freude über den Herrn, große Kraft gibt mir der Herr. Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde; denn ich freue mich über deine Hilfe.
Der Bogen der Helden wird zerbrochen, die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
Die Satten verdingen sich um Brot, doch die Hungrigen können feiern für immer. Die Unfruchtbare bekommt sieben Kinder, doch die Kinderreiche welkt dahin.
Der Herr macht tot und lebendig, er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.
Der Herr macht arm und macht reich, er erniedrigt, und er erhöht.
Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt; er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, einen Ehrenplatz weist er ihm zu. Ja, dem Herrn gehören die Pfeiler der Erde; auf sie hat er den Erdkreis gegründet.
Evangelium nach Lukas 1,46-56.
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
Kommentar des heutigen Evangeliums :
Ludolf von Sachsen (um 1300-1378), Dominikaner, dann Kartäuser in Straßburg
Das Leben Jesu Christi
„Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut“ (Lk 1,48)
Die Empfängnis unseres Herrn hat ihre Abbildung gefunden im brennenden Dornbusch, der brannte, ohne zu verbrennen (Ex 3,2). Denn ohne ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, empfing Maria ihren göttlichen Sohn. Der Herr, der im brennenden Dornbusch war, wohnte auch im Schoß Mariens. Er war in den Dornbusch herabgestiegen, um die Juden zu befreien und sie aus Ägypten herauszuholen. So ist er auch in Maria herabgestiegen, um die Menschen freizukaufen und sie der Hölle zu entreißen.
Gott hat, um unser Fleisch anzunehmen, unter allen Frauen Maria auserwählt. Dies findet seine Abbildung in der frisch geschorenen Wolle Gideons (Ri 6,36f). Wie nur diese Wolle vom himmlischen Tau getränkt wurde und alles umliegende Land trocken blieb, so wurde auch allein Maria mit göttlichem Tau erfüllt, dessen sonst kein anderes Wesen auf der Welt für würdig befunden wurde... Die Jungfrau Maria ist dieses Vlies, aus dem sich Jesus eine Tunika geschaffen hat. Gideons Vlies nahm den Tau des Himmels auf, ohne Schaden zu leiden, und Maria empfing den Menschensohn, ohne dass ihre Jungfräulichkeit dadurch beeinträchtig worden wäre...
O Jesus, Sohn des lebendigen Gottes, nach dem Willen des himmlischen Vaters bist du, unter Mitwirkung des Heiligen Geistes, herausgetreten aus dem Schoß des Vaters, wie der Fluss, der lautlos aus dem Paradies der Freuden hervorquillt. Du hast die Tiefen unserer Täler geschaut, du hast die Niedrigkeit deiner Magd gesehen, du bist hinabgestiegen in den Schoß einer Jungfrau und hast dort in einer Empfängnis, die sich dem beschreibenden Wort entzieht, menschliches Fleisch angenommen. Ich flehe dich an, barmherziger Jesus: Gieße, um der Verdienste der Jungfrau willen, die deine Mutter ist, deine Gnade aus über mich unwürdigen Diener, damit ich mich glühend nach dir sehne, in dieser Liebe dich in mein Herz aufnehme und dank dieser Gnade in guten Werken Früchte des Heils hervorbringe. Amen.

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