Wednesday, December 15, 2010

German Evangelical Daily Readings (Evangelium Tag für Tag) For Thursday, 16 December (Donnerstag, 16 Dezember)

From: http://www.evangeliumtagfuertag.org/



EVANGELIUM TAG FÜR TAG


«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68







Donnerstag, 16 Dezember 2010



Donnerstag der 3. Adventswoche



Die Kirche gedenkt : Hl. Adelheid, Hl. Ado, Hl. Dietrich

Donnerstag, 16 Dezember 2010


Hl. Adelheid

Die anderen Heiligen des Tages...

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Hl. Adelheid







Adelheid war die Tochter des Königs Rudolf II. von Burgund. Nach dem Tod ihres Vaters heiratete der König der Lombardei Adelheids gerade verwitwete Mutter und verlobte Adelheid mit seinem Sohn Lothar, 947 heiratete Adelheid König Lothar II. von Niederburg und Italien. Lothar wurde 950 vergiftet, der vermutliche Mörder Berengar II. machte sich zum König und forderte Adelheid auf, die Frau seines Sohnes Adalbert zu werden. Als sie sich verweigerte, beraubte er sie, setzte sie in Garda gefangen und misshandelte sie. Ein Priester Martin befreite sie durch einen unterirdischen Gang, versteckte sie zusammen mit ihrer kleinen Tochter Emma im Wald und ernährte sie mit im See gefangenen Fischen.







Alberto Uzzo holte sie dann auf sein Schloss in Canossa. Auf seinem ersten Italienzug 951/952 brachte der Deutsche Kaiser Otto I. Oberitalien unter seine Herrschaft, vermählte sich in zweiter Ehe an Weihnachten 951 mit Adelheid und erhielt damit die rechtmäßige Herrschaft über Oberitalien. Adelheid kehrte an seiner Seite nach Deutschland zurück. 962 fand in Rom die Kaiserkrönung des Paares durch Papst Johannes XII. statt. Als deutsche Kaiserin und burgundische Prinzessin öffnete sie der clunyazensischen Klosterreform in Deutschland die Türen. Als 973 ihr Mann starb, übernahm sie die Regentschaft für den jungen Otto II.; auf Betreiben von dessen junger ehrgeiziger Frau Theophanu, einer griechischen Prinzessin, wuchs der Widerstand gegen Adelheid, vor allem gegen ihre fromme Freigiebigkeit.







Adelheid zog sich wieder nach Burgund zurück und gründete in der Folge mehrere Klöster. Es folgte die Versöhnung mit dem Sohn, danach einige glanzvolle Jahre in Italien und eine erneute Krise nach dem Tod des Sohnes im Jahre 983, als sie zusammen mit Theophanou die Regentschaft für ihren Enkel und deren Sohn, Otto III., teilen mußte. Adelheid musste erneut weichen, diesmal in die Lombardei, die ihrer alten Königin immer noch zugetan war. Sie kehrte dann aber noch einmal als Regentin zurück: Theophanou starb 991, bevor Otto III. alt genug zur Regierungsübernahme war. Adelheid führte die Regierungsgeschäfte mit großer Weisheit, förderte wieder Klostergründungen und die Missionierung im Norden Deutschlands.







Als Otto III. die Macht dann übernahm, musste Adelheid auf Druck des Hofes zum letzten Mal weichen, sie zog sich 994 in das von ihr gegründete Benediktiner-Doppelkloster Selz im Elsaß zurück.







Adelheids Grab in Selz entwickelte sich eine rege Wallfahrt; in der Reformation verschwanden hier ihre Gebeine; andere Reliquien sind in Hannover. Abt Odilo von Cluny, ihr Biograf, nannte Adelheid "die kaiserlichste aller Kaiserinnen".







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Donnerstag, 16 Dezember 2010


Hl. Ado

Die anderen Heiligen des Tages...

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Hl. Ado







Ado wurde an der Benediktinerabtei Ferrières von einem der berühmtesten Humanisten seiner Zeit, Abt Lupus Servatus, ausgebildet. Durch adlige Herkunft und seine Intelligenz wäre ihm eine glänzende weltliche Karriere offen gestanden, er wurde aber Mönch. Als einer seiner Mitbrüder Abt in Prüm in der Eifel wurde, berief dieser Ado zum Lehrer an der dortigen Klosterschule. Nach dem Tod seines Gönners von missliebigen Mitbrüdern vertrieben, pilgerte Ado nach Rom und blieb dort für fünf Jahre. In Ravenna publizierte er 858 ein erneuertes Märtyrerverzeichnis. 860 wurde Ado als Erzbischof nach Vienne berufen. Er rief die Priester zur Strenge, die er auch an sich praktizierte.







Als der lothringische König Lothar II. sich von seiner Frau Theutberga trennte und mit Genehmigung der Synode von Metz - die er durch Bestechung erhielt - Waldrada heiratete, ging Ado nach Rom zum Papst, der daraufhin den Synodenbeschluß annulierte.







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Donnerstag, 16 Dezember 2010


Hl. Dietrich

Die anderen Heiligen des Tages...

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Hl. Dietrich







Dietrich war Prämonstratensermönch in Floreffe. Als Führer leitete er die Delegation, die auszog, um das Kloster in Rommersdorf - heute Stadtteil von Neuwied am Mittelrhein - zu übernehmen. 1135 wurde er hier Abt, erneuerte die Gebäude und das Ordensleben.







1803 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisierung aufgelöst.







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Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :

Sel. Charles de Foucauld : „Was wolltet ihr in der Wüste erleben?“

Donnerstag der 3. Adventswoche : Lc 7,24-30


Kommentar des heutigen Evangeliums

Sel. Charles de Foucauld (1858-1916), Eremit und Missionar in der Sahara

Brief an Père Jerôme vom 19. Mai 1898



„Was wolltet ihr in der Wüste erleben?“



Man muss durch die Wüste gehen und dort verweilen, um die Gnade Gottes zu empfangen; dort wird man leer, dort wirft man alles von sich, was nicht Gott ist, und dort räumt man das kleine Haus unserer Seele vollständig aus, um Gott allein den ganzen Platz zu überlassen. Die Juden sind durch die Wüste gezogen, Mose hat dort vor seiner Aussendung gelebt, der hl. Paulus und der hl. Johannes Chrysostomus haben sich in der Wüste vorbereitet... Es ist dies eine Zeit der Gnade, eine Periode, die jede Seele, die Frucht bringen will, durchleben muss. Sie braucht diese Stille, diese Sammlung, das Vergessen alles Geschaffenen, und gerade hier errichtet Gott sein Reich und formt in der Seele den inneren Geist: das intime Leben mit Gott, das Gespräch der Seele mit Gott in Glaube, Hoffnung und Liebe. Später wird die Seele Frucht bringen in dem Maß, wie der innere Mensch sich in ihr gebildet hat (Eph 3,16)...

Man gibt nur, was man hat; in der Einsamkeit, im ausschließlichen Leben mit Gott allein, in der tiefen Sammlung der Seele, die alles vergisst, um allein in der Gemeinschaft mit Gott zu leben – dort schenkt sich Gott ganz dem, der sich Gott ebenso ganz schenkt. Schenkt euch ganz ihm allein... und er wird sich euch ganz schenken... Schaut auf den hl. Paulus, den hl. Benedikt, den hl. Patrick, den hl. Gregor d. Großen, auf die vielen anderen: Welch lange Zeit der Sammlung und des Schweigens! Steigt noch eine Stufe höher: schaut auf Johannes den Täufer, schaut auf unseren Herrn. Unser Herr hatte es nicht nötig, aber er wollte uns ein Beispiel geben.





Buch Jesaja 54,1-10.



Freu dich, du Unfruchtbare, die nie gebar, du, die nie in Wehen lag, brich in Jubel aus und jauchze! Denn die Einsame hat jetzt viel mehr Söhne als die Vermählte, spricht der Herr. Mach den Raum deines Zeltes weit, spann deine Zelttücher aus, ohne zu sparen. Mach die Stricke lang und die Pflöcke fest! Denn nach rechts und links breitest du dich aus. Deine Nachkommen werden Völker beerben und verödete Städte besiedeln. Fürchte dich nicht, du wirst nicht beschämt; schäme dich nicht, du wirst nicht enttäuscht. Denn die Schande in deiner Jugend wirst du vergessen, an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr denken. Denn dein Schöpfer ist dein Gemahl, «Herr der Heere» ist sein Name. Der Heilige Israels ist dein Erlöser, «Gott der ganzen Erde» wird er genannt. Ja, der Herr hat dich gerufen als verlassene, bekümmerte Frau. Kann man denn die Frau verstoßen, die man in der Jugend geliebt hat?, spricht dein Gott. Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim. Einen Augenblick nur verbarg ich vor dir mein Gesicht in aufwallendem Zorn; aber mit ewiger Huld habe ich Erbarmen mit dir, spricht dein Erlöser, der Herr. Wie in den Tagen Noachs soll es für mich sein: So wie ich damals schwor, dass die Flut Noachs die Erde nie mehr überschwemmen wird, so schwöre ich jetzt, dir nie mehr zu zürnen und dich nie mehr zu schelten. Auch wenn die Berge von ihrem Platz weichen und die Hügel zu wanken beginnen -meine Huld wird nie von dir weichen und der Bund meines Friedens nicht wanken, spricht der Herr, der Erbarmen hat mit dir.



Psalm 30,2.4.5-6.11-12.13.



Ich will dich rühmen, Herr, denn du hast mich aus der Tiefe gezogen und läßt meine Feinde nicht über mich triumphieren.

Herr, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes, aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen, preist seinen heiligen Namen!

Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick, doch seine Güte ein Leben lang. Wenn man am Abend auch weint, am Morgen herrscht wieder Jubel.

Höre mich, Herr, sei mir gnädig! Herr, sei du mein Helfer!

Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.

Darum singt dir mein Herz und will nicht verstummen. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.





Evangelium nach Lukas 7,24-30.



Als die Boten des Johannes weggegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die vornehm gekleidet sind und üppig leben, findet man in den Palästen der Könige. Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten. Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Ich sage euch: Unter allen Menschen gibt es keinen größeren als Johannes; doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er. Das ganze Volk, das Johannes hörte, selbst die Zöllner, sie alle haben den Willen Gottes anerkannt und sich von Johannes taufen lassen. Doch die Pharisäer und die Gesetzeslehrer haben den Willen Gottes mißachtet und sich von Johannes nicht taufen lassen.



Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel







Kommentar des heutigen Evangeliums :



Sel. Charles de Foucauld (1858-1916), Eremit und Missionar in der Sahara

Brief an Père Jerôme vom 19. Mai 1898





„Was wolltet ihr in der Wüste erleben?“





Man muss durch die Wüste gehen und dort verweilen, um die Gnade Gottes zu empfangen; dort wird man leer, dort wirft man alles von sich, was nicht Gott ist, und dort räumt man das kleine Haus unserer Seele vollständig aus, um Gott allein den ganzen Platz zu überlassen. Die Juden sind durch die Wüste gezogen, Mose hat dort vor seiner Aussendung gelebt, der hl. Paulus und der hl. Johannes Chrysostomus haben sich in der Wüste vorbereitet... Es ist dies eine Zeit der Gnade, eine Periode, die jede Seele, die Frucht bringen will, durchleben muss. Sie braucht diese Stille, diese Sammlung, das Vergessen alles Geschaffenen, und gerade hier errichtet Gott sein Reich und formt in der Seele den inneren Geist: das intime Leben mit Gott, das Gespräch der Seele mit Gott in Glaube, Hoffnung und Liebe. Später wird die Seele Frucht bringen in dem Maß, wie der innere Mensch sich in ihr gebildet hat (Eph 3,16)...

Man gibt nur, was man hat; in der Einsamkeit, im ausschließlichen Leben mit Gott allein, in der tiefen Sammlung der Seele, die alles vergisst, um allein in der Gemeinschaft mit Gott zu leben – dort schenkt sich Gott ganz dem, der sich Gott ebenso ganz schenkt. Schenkt euch ganz ihm allein... und er wird sich euch ganz schenken... Schaut auf den hl. Paulus, den hl. Benedikt, den hl. Patrick, den hl. Gregor d. Großen, auf die vielen anderen: Welch lange Zeit der Sammlung und des Schweigens! Steigt noch eine Stufe höher: schaut auf Johannes den Täufer, schaut auf unseren Herrn. Unser Herr hatte es nicht nötig, aber er wollte uns ein Beispiel geben.

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