
EVANGELIUM TAG FÜR TAG
«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68
Montag, 10 Januar 2011
Montag der 1. Woche im Jahreskreis
Die Kirche gedenkt : Hl. Gregor X, Hl. Paulus von Theben, Hl. Gregor von Nyssa
Montag, 10 Januar 2011
Hl. Gregor X
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Gregor X
Papst
* 1210 in Piacenza in Italien
† 1276 in Arezzo in Italien
Gregor X., mit bürgerlichem Namen Tedaldo Visconti, war Archidiakon in Lüttich und wurde 1271 zum Papst gewählt, während er auf einem Kreuzzug unterwegs war. Mit der Wahl dieses Kompromisskandidaten, die auf den Einfluss von Bonaventra zurückging, wurde eine zweieinhalbjährige Vakanz auf dem Heiligen Stuhl beendet. 1272 wurde Gregor in Rom zum Papst gekrönt. Er versuchte eine Wiedervereinigung mit der Ostkirche, was ihm 1274 beim zweiten Konzil von Lyon auch mit der griechisch-orthodoxen Kirche zunächst gelang, aber keinen Bestand hatte. Vergeblich bemühte er sich, neue Begeisterung für Kreuzzüge zu entfachen - Auseinandersetzungen um die Macht in Europa waren den Herrschern seiner Zeit wichtiger.
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Montag, 10 Januar 2011
Hl. Paulus von Theben
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Paulus von Theben
Einsiedler
* um 228 in der Thebais, der Wüste bei Theben, heute Ruinen bei Al Uqsur in Oberägypten
† um 341 in der Ägyptischen Wüste
Paulus stammte aus einer sehr begüterten oberägyptischen Familie. In der Verfolgung unter Kaiser Decius wurde er von seinen Schwager, der sich sein Vermögen aneignen wollte, denunziert und zog sich in die Einsamkeit der thebäischen Wüste zurück. Er lebte dann angeblich 90 Jahre lang als Einsiedler in einer Felsenhöhle.
Antonius, der erfahren hatte, dass es einen noch konsequenteren Einsiedler gäbe, als er selbst zu sein glaubte, besuchte Paulus kurz vor dessen Tod. Wegweisend begegnete er einem "Hippokentauten", einem früchtetragenden "Satyros", zuletzt einem Wolf. Paulus aber hatte seine Zelle verschlossen und ließ sich erst nach langen, beschwörenden Bitten bewegen, sie zu öffnen. Nun fielen sich die Greise freundschaftlich in die Arme, verharrten im Gespräch, und der Rabe, der sonst täglich ein Brot gebracht hatte, erschien mit zwei Broten. Noch auf der Heimkehr schaute Antonius den Tod des Paulus, kehrte zurück und fand den 113jährigen entschlafen. Während er überlegte, wie er ihn bestatten sollte, kamen zwei Löwen, scharrten die Grube, und Antonius legte den Toten hinein. Den ihm als Vermächtnis zugedachten aus Palmstroh geflochtenen Rock des Paulus nahm er als hochverehrte Reliquie mit.
Paulus gilt als "Vater des Einsiedlerlebens". 1381 kamen seine Reliquien nach Buda in Ungarn. Auf dem Berg Sinai wurde ein Kloster gegründet, das bis heute
existiert und Paulus als Vorbild ansieht. In Europa erlangte die Einsiedlerbewegung im 13. Jahrhundert Bedeutung, heute lebt sie als "Orden des Heiligen Paulus des Ersten Einsiedlers", "(Ordo Sancti Pauli Primi Eremitæ".
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Montag, 10 Januar 2011
Hl. Gregor von Nyssa
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Gregor von Nyssa
Metropolit von Sebaste
* nach 330 in Cäsarea, heute Kayseri in der Türkei
† 394 in Sebaste, heute Sivas in der Türkei (?)
Gregor war der jüngere Bruder des Basilius. Gregor heiratete zunächst, trat aber nach dem Tod seiner Frau in ein von Basilius gegründetes Kloster ein. 372 weihte ihn Basilius zum Bischof von Nyssa - dem heuigen Nevşehir. Wegen Veruntreuung von Geldern seiner Diözese musste er einige Jahre in der Verbannung leben, wurde aber 380 zum Metropoliten von Sebaste ernannt. Gregors streng orthodoxe Haltung machte ihn zu einem erbitterten Gegner des Arianismus. Auf dem Konzil von Konstantinopel von 381 verfocht er seine Positionen gegen die Arianer.
Zu Gregors bedeutenden Abhandlungen gehört die Kampfschrift Gegen Eunomius, in welcher er das Nicänische Glaubensbekenntnis verteidigt. Sein Hauptwerk, das Große katechetische Gebet betont die Richtigkeit der christlichen Lehre gegenüber Juden und Heiden.
Gregors Begräbnisort ist unbekannt; im Ivironkloster auf dem Athos wird eine Reliquie gezeigt, die sein Kopf sei.
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Brief an die Hebräer 1,1-6.
Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat; er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt; er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein? Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.
Psalm 97(96),1-2.6-7.9.
Der Herr ist König. Die Erde frohlocke. Freuen sollen sich die vielen Inseln.
Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns.
Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, seine Herrlichkeit schauen alle Völker.
Alle, die Bildern dienen, werden zuschanden, alle, die sich der Götzen rühmen. Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.
Denn du, Herr, bist der Höchste über der ganzen Erde, hoch erhaben über alle Götter.
Evangelium nach Markus 1,14-20.
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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