
EVANGELIUM TAG FÜR TAG
«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68
Dienstag, 11 Januar 2011
Dienstag der 1. Woche im Jahreskreis
Die Kirche gedenkt : Hl. Paulinus, Hl. Lucius (Leukios) der Bekenner, Hl. Theodosius der Große, Hl. Thomas von Cori
Dienstag, 11 Januar 2011
Hl. Paulinus
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Paulinus
Patriarch von Aquileia
* vor 750 in Aquileia in Italien
† 802 daselbst
Paulinis war ein berühmter Grammatiklehrer. Kaiser Karl der Große holte ihn an seinen Hof nach Aachen, wo sich eine Freundschaft mit Alkuin entwickelte. 787 ernannte Karl der Große Paulinus zum Patriarchen von Aquileia, wo er sich Verdienste erwarb in der Bekämpfung des Adoptianismus und in der Christianisierung der Avaren, einem mit den Hunnen verwandten Volk.
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Dienstag, 11 Januar 2011
Hl. Lucius (Leukios) der Bekenner
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Lucius (Leukios) der Bekenner
Bischof von Alexandria, erster Bischof von Brundisium
* in Alexandria in Ägypten
† 180 in Brundisium, dem heutigen Brindisi in Italien
Eutropios war nach der weithin legendären Lebensbeschreibung der Sohn der Christen Eudykios und Euphrosynia. Die Mutter starb, als er elf Jahre alt war, sein Vater trat dann ins Kloster des == Hermias ein und nahm seinen Sohn mit; Eutropios wurde im Kloster erzogen und zeigte großes Interesse an den heiligen Schriften. Als er 18 Jahre alt war, wählten ihn die Mönche einmütig zum Abt, obwohl er selbst noch keine Mönchsgelübde abgelegt hatte, aber Eutropios lehnte die Wahl ab; er hielt sich für unwürdig.
Vater und Sohn gingen dann ins Kloster von == Theodor. Eines Nachts hatte der Vater eine Vision von seinem nahen Tod und sah, dass sein Sohn Bischof werden und den christlichen Glauben in die Gegend von Brundisium - dem heutigen Brindisi - bringen werde; außerdem wurde ihm dessen neuer Name gesagt: Lucius, denn der Geist Gottes kam auf ihn herab. Bischof == Hellios weihte Lucius am Tag der Entschlafung Mariä zum Archidiakon, außerdem wurde er nun gegen seinen Widerstand auf Drängen der Mönche Abt des Klosters. Lucius vollbrachte Wunder, so errettete er ein Dorf von einer tödlichen Schlange, woraufhin rund 3000 Menschen zum Glauben kamen und getauft wurden.
Als Bischof == Philipp von Alexandria als Märtyrer starb, wurde Lucius zu dessen Nachfolger gewählt. Der Eparch Saturninus sah, wie viele Heiden Lucius bekehrte, und beschloss, ihn zu töten. Einige Christen wollten ihren Bischof davor schützen und den Eparchen umbringen, aber Lucius verbot ihnen dies; er habe von Gott vielmehr den Auftrag erhalten, nach Brindisi zu gehen, um dort die Heiden zu bekehren.
Lucius benannte einen Nachfolger als Bischof von Alexandria und bestieg mit den Diakonen Eusebios und Dionysios und fünf Gefährten ein Schiff, das nach Italien segelte. Während der Reise schlossen sich die Presbyter Leon und Sabinus an; nahe Brindisi traf Lucius den Tribun Armaleon und seine 67 Soldaten und bekehrte sie. In der Stadt fing er an, zu den Leuten über Jesus Christus zu predigen. Antiochus, der Präfekt von Brindisi, lud Lucius deshalb zum Verhör; wenn er aber den schon seit zwei Jahren ausgeblieben Regen machen könne, werde er verschont. Lucius versammelte seine Gefährten, der Regen kam, Antiochus und die ganze Stadt Brindisi mit 27.000 Menschen ließen sich daraufhin taufen.
Zum Andenken an dieses Wunder wurde in Brindisi eine Kirche zu Ehren der Mutter Gottes errichtet und an der Stelle, wo die Menschen getauft wurden, eine zweite Kirche zu Ehren von Johannes dem Täufer. Bald darauf wurde Lucius krank; seinem Jünger Antiochus gebot er, eine Kirche an der Stelle zu bauen, wo das Schiff an Land gegangen war. Hierher wurden die Gebeine des Gestorbenen gebracht; viele Wunder haben sich an dieser Stelle ereignet.
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Dienstag, 11 Januar 2011
Hl. Theodosius der Große
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Theodosius der Große
Mönch, Einsiedler, Klostergründer
* um 424 im Dorf Mogarissus / Mogaritios, später Marissa in Kappadokien in der Türkei
† 529 in Mar Dosi südlich von Jerusalem in Palästina
Theodosius war der Sohn der frommen Eltern Proaeresios und Eulogia. Er wurde Lektor, besuchte Simeon Stylites den älteren bei Antiochia - dem heutigen Antakya und lebte dann als Mönch unter der Leitung des Asketen im Kloster am Davidsturm in Jerusalem, anschließend im Kathisma- und im Metopakloster, schließlich als Einsiedler in strengster Askese - mit nur einer Mahlzeit wöchentlich, dreißig Jahre lang habe er kein Brot gegessen - in den Höhlen von Mar Dosi. Er baute diese Höhlen zur Heimstatt für Reisende, Bettler, Kranke und Geisteskranke aus und scharte bis zu 400 Mönche um sich, so dass sich das nach ihm benannte Kloster entwickelte, das in vier Abteilungen mit je einer Kirche gruppiert war.
Theodosius, der zeitlebens eng mit Sabas von Mar Saba befreundet war, tat Wunder: entzündete Kohlen ohne Feuer, holte einen Knaben aus einem Brunnen, schenkete einem tot geborenen Kind das Leben, heilte eine blutflüssige Frau, füllte dem Volk die Scheuern nach einer Missernte, verwies einen Heuschreckenschwarm, ließ es auf ausgedörrte Erde regnen. Er sagte ein Erdbeben voraus und bewahrte damit viele Menschen in Antiochia vor dem Tod. Ihm war es als einzigem vergönnt, die Erscheinungen von Basilius dem Großen in der Kirche zu sehen.
Patriarch Salustius bestellte Theodosius 494 zum Oberhaupt aller Asketenklöster im Umkreis von Jerusalem. Zusammen mit Sabas von Mar Saba kämpfte er gegen den Monophysitismus, und richtete eine Bittschrift an Kaiser Anastasius I., in der sie die Sorge um das bedrängte Land ausdrückten.
Theodosius' Schüler Theodorus, Bischof von Petra Mitte des 6. Jahrhunderts, und == Simeon Metaphrastes verfassten seine Lebensgeschichte. Erster betont, dass in den Höhlen von Mar Dosi schon die drei Weisen übernachteten, als sie an Jerusalem vorbei auf der Heimreise waren (Matthäusevangelium 2, 12). Das Theodosius-Kloster befindet sich noch heute am Ort der ursprünglichen Einsiedelei.
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Dienstag, 11 Januar 2011
Hl. Thomas von Cori
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Thomas von Cori
Priester, Ordensman
* im Juni 1655 in Cori in Italien
† 1729 in Civitella in Italien
Thomas war Franziskaner und wirkte als begeisternder Prediger.
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Brief an die Hebräer 2,5-12.
Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt unterworfen, von der wir reden, vielmehr (dem Sohn, darum) heißt es an einer Stelle ausdrücklich: Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst, oder der Menschensohn, daß du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt. Du hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, alles hast du ihm zu Füßen gelegt. Denn als er ihm alles zu Füßen legte, hat er nichts von der Unterwerfung ausgenommen. Jetzt sehen wir noch nicht alles ihm zu Füßen gelegt; aber den, der nur für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt war, Jesus, ihn sehen wir um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; es war nämlich Gottes gnädiger Wille, daß er für alle den Tod erlitt. Denn es war angemessen, daß Gott, für den und durch den das All ist und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte, den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete. Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab; darum scheut er sich nicht, sie Brüder zu nennen und zu sagen: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen;
Psalm 8,2.5.6-7.8-9.
Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst, des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt:
All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.
Evangelium nach Markus 1,21-28.
Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlaß ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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