
EVANGELIUM TAG FÜR TAG
«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68
Donnerstag, 13 Januar 2011
Donnerstag der 1. Woche im Jahreskreis
Die Kirche gedenkt : Hl. Hilarius
Donnerstag, 13 Januar 2011
Hl. Hilarius
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Hilarius
Bischof, Kirchenlehrer
* um 315 Poitiers
† Anfang Januar 367 daselbst
Hilarius, in Poitiers um 315 geboren, im Mannesalter getauft; um 350 Bischof in seiner Heimatstadt. Er kämpfte gegen die arianische Irrlehre (Leugnung der Gottheit Christi), darin dem hl. Athanasius vergleichbar (2. Mai). Von Kaiser Konstantius wurde er nach dem Osten des Reiches verbannt. Dort schrieb er sein Hauptwerk „Über die Dreifaltigkeit“. Nach dem Tod des Konstantius konnte Hilarius wieder nach Poitiers zurückkehren, wo er um 367 starb. Er war ein Kenner der Heiligen Schrift (Erklärungen zu den Psalmen und zum Matthäusevangelium) und verfasste auch lateinische Hymnen.
Das Unsagbare
„Es blieb mir nichts anderes übrig: Mit meinen ungeschickten Worten versuchte ich, die unaussprechlichen Mysterien zu erklären. An die Zufälligkeiten der menschlichen Sprache lieferte ich die Geheimnisse aus, die eigentlich in der gläubigen und ehrfürchtigen Seele verwahrt bleiben müssten.“ (Hilarius, über den Glauben an die Arianer)
http://www.erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Januar13.htm
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Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :
Oden Salomos : „Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war“
Brief an die Hebräer 3,7-14.
Darum beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht wie beim Aufruhr, wie in der Wüste am Tag der Versuchung. Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch meine Taten gesehen, vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider, und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht. Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen. Gebt acht, Brüder, daß keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat, daß keiner vom lebendigen Gott abfällt, sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird; denn an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang hatten.
Psalm 95(94),6-7.8-9.10-11.
Kommt, laßt uns niederfallen, uns vor ihm verneigen, laßt uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer!
Denn er ist unser Gott, wir sind das Volk seiner Weide, die Herde, von seiner Hand geführt. Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören!
«Verhärtet euer Herz nicht wie in Merνba, wie in der Wüste am Tag von Massa!
Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch mein Tun gesehen.
Vierzig Jahre war mir dies Geschlecht zuwider, und ich sagte: Sie sind ein Volk, dessen Herz in die Irre geht; denn meine Wege kennen sie nicht.
Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht kommen in das Land meiner Ruhe.»
Evangelium nach Markus 1,40-45.
Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so daß sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
Kommentar des heutigen Evangeliums :
Oden Salomos (christlich-jüdischer Text aus dem frühen 2. Jahrhundert)
Nr. 21 und 25
„Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war“
Ich erhob die Arme zum Himmel, der Gnade des Herrn entgegen.
Er hat meine Ketten weit von mir geworfen.
Mein Behüter hat mich erhoben, gnädig und heilbringend wie er ist.
Ich habe abgelegt die Finsternis und angezogen das Licht;
meine Glieder verspüren nicht mehr Schmerz, nicht Angst noch Pein.
Der Herr hat meiner gedacht und mir geholfen.
Sein Licht hat mich erhöht;
in seiner Gegenwart bin ich meinen Weg gegangen;
ich nahte mich ihm mit Lobpreis und Verherrlichung.
Mein Herz war übervoll, es füllte meinen Mund,
es sprang über auf meine Lippen.
Die Freude am Herrn und sein Lobpreis erhellten mein Gesicht.
Halleluja!
Ich bin meinen Ketten entkommen und hab mich geflüchtet zu Dir, o mein Gott!
Du warst meine Rechte, mein Heil und meine Hilfe.
Die sich gegen mich erhoben, du hast sie gezügelt, und sie verschwanden.
Dein Antlitz war mit mir, und deine Gnade war meine Rettung.
Ich war missachtet und verstoßen in den Augen der Vielen.
Du aber hast mir Kraft gegeben und Hilfe.
Mir zur Rechten und zur Linken hast du dein Licht aufgestellt.
Dass doch alles in mir nichts als Licht sei!
Das Gewand deines Geistes habe ich angelegt,
und Du hast mir ausgezogen die Röcke aus Fellen (Gen 3, 21).
Deine Rechte hat mich erhoben und die Krankheit von mir genommen.
Deine Wahrheit hat mich stark, deine Gerechtigkeit heilig gemacht.
Gerecht gemacht wurde ich durch deine sanfte Liebe,
und dein Friede gilt mir in alle Ewigkeit.
Halleluja!
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