
EVANGELIUM TAG FÜR TAG
«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68
Mittwoch, 12 Januar 2011
Mittwoch der 1. Woche im Jahreskreis
Die Kirche gedenkt : Hl. Aelred, Hl. Hilda, Hl. Johann Kaspar Kratz, Hl. Marguerite Bourgeoys, Hl. Tatjana von Rom, Hl. Antonius Pucci, Hl. Benedikt Biscop Baducing, Hl. Ernestus (Ernst), Sel. Pierre-Francois Jamet
Mittwoch, 12 Januar 2011
Hl. Aelred
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Aelred von Hexham
Abt in Rievaulx
* 1110 in der Grafschaft Yorkshire in England
† 12. Januar 1167
Ælred, Sohn eines Priesters, wurde in Roxburgh, der alten schottischen Hauptstadt, erzogen und war Hofmarschall des schottischen Königs David I. Mit 23 Jahren trat er in Rieval, dem heutigen Rievaulx in Yorkshire in den Zisterzienserorden ein und wurde 1142 Abt in Revesby in Lincolnshire, 1147 in Rieval als Oberhaupt aller Zisterzienser in ganz England. Er schrieb sein bekanntestes Werk, The Mirror of Charity, Der Spiegel der Gnade, auf Bitten von Bernhard von Clairvaux. Die Strahlkraft seiner Predigten brachte ihm den Titel englischer St. Bernhard ein.
Bei der Überführung von Eduard dem Bekenner in die Westminster Abbey im Jahr 1163 war Ælred anwesend und schrieb eine Biografie über ihn. Im folgenden Jahr unternahm er eine Missionsreise nach Galloway der ehedem heidnische Stammesführer sei so beeindruckt gewesen, dass er Mönch wurde. In seinen letzten Lebensjahren ertrug er mit unsäglicher Geduld schwere Krankheiten, dennoch behielt er seinen liebenswerten Charakter und wurde wegen seiner Bildung und Frömmigkeit schon zu Lebzeiten hoch verehrt.
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Mittwoch, 12 Januar 2011
Hl. Hilda
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Hilda
Äbtissin von Nonnberg in Salzburg
† 1284 in Salzburg in Österreich
Hilda wurde 1270 Äbtissin im Benediktinnerinnen-Kloster am Nonnberg in Salzburg. Ihre Amtszeit war geprägt von Katastrophen, Kriegen und Streitigkeiten. Ein großer Brand verwüstete Salzburg, Dürre und Hungersnot suchten das Land heim, die Kämpfe Rudolfs von Habsburg gegen Ottokar von Böhmen nahmen auch Salzburg hart mit, da der Erzbischof Friedrich II. treu auf der Seite von Rudolf von Habsburg stand. Der Nonnberg und andere Klöster wurden 1274 zu Gunsten des 7. Kreuzzuges hoch besteuert. Hilde wurde vom Salzburger Domkapitel wegen eines Güterstreites angeklagt, wandte sich nach Rom und erhielt von Papst Gregor X. Unterstützung.
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Mittwoch, 12 Januar 2011
Hl. Johann Kaspar Kratz
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Johann Kaspar Kratz
Ordensmann, Missionar, Märtyrer
* 14. September 1698 in Golzheim bei Düren in Nordrhein-Westfalen
† 12. Januar 1737 in Ke-Choy in Tonkin in Vietnam
Johann Kaspar Kratz erhielt seine Ausbildung am Jesuitenkolleg in Düsseldorf, war dann auf Reisen durch Europa unterwegs und 1728 bis 1730 im Auftrag der Holländischen Ostindischen Gesellschaft in Batavia - dem heutigen Jakarta. Von dort aus ging er nach Macau, trat dort dem Jesuitenorden bei und wurde 1734 zum Priester geweiht. 1736 reiste er mit drei Gefährten zur Mission nach Indochina; an der Grenze nah Tongkin wurden sie gefangen genommen und dann enthauptet.
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Mittwoch, 12 Januar 2011
Hl. Marguerite Bourgeoys
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Marguerite Bourgeoys
Ordensgründerin
* 17. April 1620 in Troyes in Frankreich
† 12. Januar 1700 in Montréal in Kanada
Marguerite Bourgeoys war in Kanada in der Ausbildung und Erziehung Jugendlicher tätig und gründete die Schwesternschaft Unserer Lieben Frau von Montréal, die rasch wuchs und 1889 vom Papst bestätigt wurde.
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Mittwoch, 12 Januar 2011
Hl. Tatjana von Rom
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Tatjana von Rom
Märtyrerin
† um 200 in Rom
Tatjana, Tochter eines römischen Konsuls, bekannte sich zum christlichen Glauben. Deshalb wurde sie der Überlieferung nach vor Kaiser Septimus Severus geführt; mit ihm zusammen betrat sie einen heidnischen Tempel und brachte durch ihr Gebet die dort aufgestellten Götzenbilder zum Einsturz, woraufhin sie furchtbare Torturen erleiden musste: man schlug sie ins Gesicht, riss mit Haken ihre Augen aus, band sie an einen Pfahl und schnitt ihr die Haut vom Kopf ab. Dann wurde sie ins Feuer und unter wilde Tieren geworfen, was ihr aber nichts anhaben konnte. Schließlich erlitt sie den Tod durch Enthauptung.
vom 7. bis zum 15. Jahrhundert war Tatjana auf dem Quirinal in Rom eine Kirche geweiht.
Am 12. Januar 1755 (nach gregorianischem Kalender dem 25.) unterschrieb Kaiserin Elisaweta Petrowna, die Tochter von Zar Peter dem Großen, den Erlass, die erste russische Universität in Moskau zu gründen; das Projekt leitete Generaladjutant Iwan Schuwalow, der mit diesem Unterzeichnungsdatum seiner Mutter Tatjana ein Geschenk zu ihrem Namenstag machen wollte: Ich schenke dir eine Universität. Seitdem gilt Tatjana in Russland als Patronin der Studenten und wird der Studententag als Tatjanas Tag prachtvoll gefeiert, denn er ist zugleich der erste Tag der Winterferien. 2005 wurde dieses Fest offiziell festgelegt als Tag der russischen Studentenschaft, er wird als Fest in allen Universitäten gefeiert mit Konzerten, Ausstellungen und festlichen Ansprachen.
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Mittwoch, 12 Januar 2011
Hl. Antonius Pucci
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Antonius Maria (Eustachius) Pucci
Priester, Mönch
* 16. April 1819 in Poggiole, einem Ortsteil von Vernio bei Florenz in Italien
† 12. Januar 1892 in Viareggio in der Toskana in Italien
Eustachius, Sohn eines Bauern, schloss sich mit 18 Jahren dem Servitenorden an und erhielt den Ordensnamen Antonius Maria. 1843 wurde er zum Priester ordiniert. 1847 wurde er Seelsorger der Gemeinde in Viareggio, wo er bis zu seinem Lebensende fruchtbar wirkte und als il curatino, der kleine Gemeindepfarrer bekannt wurde. Er kümmerte sich um Arme, Alte und Kranke, besonders während zweier Krankheitsepidemien, und gründete ein Kinderheim. Von 1883 bis 1890 war er als Provinzial der Serviten tätig.
Der gläserne Sarg mit dem Leichnam von Antonius Maria steht in seiner Kirche in Viareggio.
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Mittwoch, 12 Januar 2011
Hl. Benedikt Biscop Baducing
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Benedikt Biscop Baducing
Mönch, Klostergründer, Abt
* 628 (?) in Northumbrien in England
† 12. Januar 690 (?) in England
Benedikt Biscop war vielleicht der zweite Sohn adliger Eltern aus Bernicia, die wohl neu bekehrte Christen waren. Er unternahm fünf Mal eine Wallfahrt nach Rom, die erste um 653. Während der zweiten wurde er 666 auf den Lérins-Inseln Benediktinermönch.
Papst Vitalian sandte Benedikt Biscop dann zusammen mit Theodor, dem neuen Erzbischof, nach Canterbury zurück. Dort wurde Benedikt Biscop 669 Abt im Kloster Peter und Paul. Nach einem weiteren Aufenthalt in Rom erhielt er vom König ein Gut, auf dem er 674 das Kloster St. Peter in Wearmouth - heute Teil der Stadt Sunderland - gründete; eine weitere Schenkung ermöglichte ihm 683 die Errichtung von St. Paul in Jarrow, beide Klöster unterstanden seiner Leitung und einer von ihm verfassten Regel nach Vorbild der Benediktiner.
Benedikt Biscop brachte Gemälde, Reliquien und Bücher von seinen Reisen nach Rom mit, es entstand eine der besten Bibliotheken in Nordeuropa. Er führte ein, dass Kirchen aus Stein erbaut wurden, dazu die Kunst des Glasmachens, indem er Glasmacher aus Gallien nach England kommen ließ. Schon nach seiner Rückkehr von der ersten Romreise förderte er die römische Liturgie in England, brachte liturgische Geräte und Gewänder aus Rom mit.
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Mittwoch, 12 Januar 2011
Hl. Ernestus (Ernst)
Die anderen Heiligen des Tages...
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Hl. Ernestus (Ernst)
Märtyrer
† im 2./3. Jahrhundert in Rom
Ernestus war einer der Märtyrersoldaten, die in der Katakombe von Marcellinus und Petrus bestattet worden sein sollen.
Nach Auflassung dieser Grabstätte gelangten die Gebeine 1694 zum Fürstbischof von Salzburg, Johann Ernst Graf von Thun, der die Reliquien seines Namenspatrons am 6. Juni 1700 feierlich in der von ihm erbauten Dreifaltigkeitskirche niederlegen ließ.
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Mittwoch, 12 Januar 2011
Sel. Pierre-Francois Jamet
Die anderen Heiligen des Tages...
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Sel. Pierre-Francois Jamet
Priester, Ordensgründer
* 13. September 1762 in Frênes im Département Orne in Frankreich
† 12. Januar 1845 in Caën in Frankreich
Pierre-François studierte in Caën und wurde dort 1787 zum Priester geweiht. Nach der französischen Revolution verweigerte er den Eid auf die Zivilkonstitution, blieb aber trotz großer Gefahren im Land. Als Kaplan, ab 1790 als Spiritual, war sein Arbeitsfeld die Schwesternschaft vom guten Heiland in Caën. Nachdem 1795 die Revolutionswirren vorüber waren, sammelte er die Reste der Kongregation und verschaffte ihr neue Arbeitsfelder, so vor allem die Fürsorge für Taubstumme; er entwickelte eine Zeichensprache und verfasste mehrere Bücher über Unterricht für Taubstumme.
1822 wurde Pierre-François Rektor der Universität in Caën, kümmerte sich aber weiter um die Schwesternschaft, so dass diese bei seinem Tod 232 Professschwestern in drei Häusern in Caën umfasste; Pierre-François gilt deshalb als zweiter Gründer der 1717 gegründeten Kongregation.
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Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :
Homilie aus dem 5. Jahrhundert über das Gebet: „Und er ging an einen einsamen Ort, um zu beten“
Brief an die Hebräer 2,14-18.
Da nun die Kinder Menschen von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen, um durch seinen Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel, und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren. Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an. Darum mußte er in allem seinen Brüdern gleich sein, um ein barmherziger und treuer Hoherpriester vor Gott zu sein und die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn da er selbst in Versuchung geführt wurde und gelitten hat, kann er denen helfen, die in Versuchung gef?hrt werden.
Psalm 105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm, sinnt nach über all seine Wunder!
Rühmt euch seines heiligen Namens! Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht; sucht sein Antlitz allezeit!
Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott. Seine Herrschaft umgreift die Erde.
Ewig denkt er an seinen Bund, an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen, an den Eid, den er Isaak geschworen hat.
Evangelium nach Markus 1,29-39.
Sie verließen die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes gleich in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie, und er ging zu ihr, faßte sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wußten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Laßt uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
Kommentar des heutigen Evangeliums :
Homilie aus dem 5. Jahrhundert über das Gebet, dem hl. Johannes Chrysostomus wohl fälschlicherweise zugeschrieben
„Und er ging an einen einsamen Ort, um zu beten“
Das höchste Gut ist das Gebet, der vertraute Umgang mit Gott... Das Gebet ist das Licht der Seele, die wahre Erkenntnis Gottes, der Mittler zwischen Gott und den Menschen. Durch dieses erhebt die Seele sich zum Himmel und umfängt Gott in unaussprechlicher Umarmung. Wie ein Kind weinend nach seiner Mutter verlangt, so drückt es die Tiefe seines Verlangens aus. Es tut seine innersten Empfindungen kund und empfängt Geschenke, die die menschliche Natur übersteigen. Denn das Gebet stellt sich dar als ein mächtiger Botschafter, es erfreut und befriedet die Seele.
Wenn ich vom Gebet spreche, dann denke nicht, dass es sich dabei nur um Worte handelt. Es ist eine Hinwendung zu Gott, eine unaussprechliche Liebe, die nicht von den Menschen kommt und von der der Apostel Paulus folgendermaßen spricht: „Wir wissen nicht, wie wir in rechter Weise beten sollen. Doch der Geist selbst ist es, der für uns eintritt mit unaussprechlichem Seufzen.“ (Röm 8,26). Ein solches Gebet ist für den, dem Gott eine solche Gnade schenkt, ein ewiger Reichtum, eine himmlische Speise, die die Seele erquickt. Wer von ihr gekostet hat, ist ergriffen worden von einer ewigen Sehnsucht nach dem Herrn, die wie ein verzehrendes Feuer ist, das sein Herz verglüht.
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